20.05.2015

BAFöG-Entlastung muss an die Unis gehen

Seit der Bund für das Jahr 2015 die BAFöG-Kosten für alle Länder übernommen hat, ist eine enorm hohe Summe an Mitteln für die Hochschulen freigeworden – theoretisch. Denn von den sage und schreibe 280 Millionen Euro ist noch kein einziger Euro an die Hochschulen geflossen.

„Eine solche Vernachlässigung der Hochschulbildung ist eine Frechheit sondergleichen, zumal die Mittel explizit für die Hochschulen bestimmt waren“, so John Witulski, Vorsitzender der Liberalen Hochschulgruppen NRWs. „Seit dem Wegfall der Studiengebühren müssen viele Universitäten und Fachhochschulen jeden Cent zwei Mal herumdrehen. Hier hätte nun endlich ein schon lange fälliger Ausgleich stattfinden können.“

Der Landesvorstand der Liberalen Hochschulgruppen fordert daher, dass die Mittel unverzüglich für die Hochschulen freigemacht werden – und zwar nicht nur ein kleiner, sondern der größte Teil dieser Gelder.

Die gesamthaushalterische Lage des Landes ist eine Katastrophe, trotzdem darf auf keinen Fall an der Bildung gespart werden. Das Geld, das direkt aus der BAföG-Entlastung kommt, muss auch unmittelbar den Studierenden zugute kommen und darf nicht im Landeshaushalt verschwinden., so Witulski.

„Anderenfalls spart die Landesregierung den Hochschulstandort NRW am Ende noch in Grund und Boden.“