21.06.2015

PM: LHG-Landesverband fordert Alumnibeitrag

John WitulskiDer Landesverband Liberaler Hochschulgruppen NRWs fordert die Politik erneut auf, die finanzielle Lage der Hochschulen durch einen Alumnibeitrag zu verbessern.

„Der Alumnibeitrag ist die liberale und soziale Antwort auf die gescheiterte rot-grüne Bildungspolitik‘“, so John Witulski, Vorsitzender des nordrhein-westfälischen Landesverbandes der LHG. „Da der versprochene Ausgleich für den Wegfall der Studienbeiträge nie in ausreichendem Maße erfolgt ist, bedarf es weiterhin einer nachhaltigen Sicherung der Hochschulfinanzierung. Daher sollen die Universitäten künftig bis zu 300 € pro Fachsemester in Form eines Alumnibeitrags erheben können.
Der Alumnibeitrag soll im Gegensatz zu den damaligen Studienbeiträgen jedoch erst nach dem Studium anfallen – und zwar nur, falls und sobald ein berufsqualifizierender Abschluss erworben wurde und somit die Aussicht auf eine Anstellung besteht. Spätestens 11 Jahre nach dem Abschluss soll der Beitrag dann zurückgezahlt werden“, erklärt der Vorsitzende, „und zwar in Raten in Höhe von mindestens 50 € pro Monat.“

Mit diesem Modell könnte ein Großteil der Finanzierungslücken vieler Universitäten und Fachhochschulen geschlossen werden, ohne jedoch schon während des Studiums hohe Beitragssummen von den Studierenden zu verlangen. Eine soziale Auslese findet durch dieses Modell nicht statt, denn es soll die Möglichkeit geben, den Beitrag in Härtefällen zu erlassen.

„Somit lässt der Alumnibeitrag den Studierenden nicht nur alle Freiheiten, um in eigenverantwortlicher Art und Weise zu studieren, sondern er ist auch fair und sozial“, so Witulski. „Denn schließlich zahlen mit diesem Modell ausschließlich die Profiteure – also die Hochschulabsolventen – einen (übrigens nur geringen) Anteil der durch sie verursachten Kosten zurück.“

Der Alumnibeitrag wurde bereits im vergangenen Jahr von der Landesmitgliederversammlung der LHG NRW beschlossen. Der Landesverband möchte die Landesregierung hiermit auffordern, den Universitäten endlich wieder die Möglichkeit zu geben, sich adäquat zu finanzieren und somit den Studierenden ein qualitativ hochwertiges Studium zu offerieren.